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Buchvorstellung Teil 2

Vor kurzem habe ich das neue Buch Kleinkunst spektakulär mit einer Facebook Ad beworben, um zu sehen, wie viel Traffic das wohl bringen mag. Dazu hatte ich ein Minivideo aufgenommen.

Schaut es euch gerne an – das ist wie ein Schulterblick.

Kleinkunst spektakulär von Patrick Fonger

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Buchvorstellung: Kleinkunst spektakulär von Patrick Fonger

Kontext

Das Buch „Kleinkunst spektakulär“ bedient zweifelsohne eine Nische. In dem abgedeckten Themenbereich gibt es zwar Bücher wie „Jeder ist ein Feuerläufer“ von Karl Everding, „Memoirs of a Sword Swallower“ von Daniel P. Mannix sowie „Firewalking“ von Vilenskaya & Steffy, aber keines der Bücher befasst sich so ausführlich und explizit mit der Anwendung und Vorführung.

Natürlich gibt es zahlreiche Artikel, Tutorials, Videos usw. im Internet – aber über die Qualität lässt sich oft streiten. Da muss man erstmal die Spreu vom Weizen trennen und das wirklich Relevante und Gute finden.

So gesehen ist das Buch von Patrick Fonger eine spannende Ergänzung und Lektüre für Kleinkünstler, aber auch Fakir- und Feuerkünstler.

Aufbau und Struktur

Vom Aufbau her ist das Buch deutlich an „Feuerschlucken und Feuerspucken“ (ebenfalls von Patrick Fonger im Edition Aragon Verlag) angelehnt.

Nach einer kurzen thematuschen Einordnung und Differenzierung von Effekt und Tricks gehts auch schon los und in einzelnen Kapiteln werden die spektakulären Sachen wie Feuerlaufen, Glaslaufen, Schwertschlucken sowie viele weitere Tricks und Effekte vorgestellt.

Es gibt immer eine ausführliche Beschreibung und ggf. historische Einordnung, eine Lernanleitung, Empfehlungen zum Material bzw. zu Bezugsquellen sowie eine Erklärung oder einen Erklärungsversuch. Besonders beim Feuerlaufen und Glaslaufen ist das spannend zu lesen und man erkennt den Rechercheaufwand, der den Ansätzen inne ist.

Inhalt

Das Buch liest sich gut. Die Inhalte sind schön strukturiert, Merkkästen und Definitionen lockern das Geschriebene auf. Eine schöne und sinnvolle Ergänzung wären sicherlich Bewegtbilder, also Videos mit Anleitungen und Erklärungen. Aber dann sind wir schon im Bereich von Online-Tutorials, wie sie zum Beispiel die Plattform Udemy anbietet. (Eine schöne Anregung übrigens.)

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Fotos und Quellen

Die Fotos sind überwiegend vom Autor selbst und zeigen ihn bei der Durchführung der Tricks und Effekte. Sie geben Hinweise und Anleitung zur Ausführung und inspirieren womöglich den ein oder anderen Leser und Künstler sein Vorführungsspektrum zu erweitern.

Der Form halber sind ein paar Bezugsquellen (Online-Shops) sowie Buchempfehlungen im Schlussteil des Buches aufgeführt. Zugegebenermaßen ist das in der heuten Google-Welt eigentlich kaum noch nötig.

Fazit

Empfehlenswerte Lektüre für Künstler in den o.g. Sparten und alle, die sich für die außergewöhnlichen Evergreens aus der Kleinkunst interessieren.

Das Buch findet sich natürlich auch nochmal hier auf der Website im Bereich Bücher.

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Theorie der geringen Wärmeleitfähigkeit beim Feuerlaufen

Neben einer Reihe von mentalen und psychischen Erklärungsansätzen für den Feuerlauf, gibt es eine Reihe plausibler Erklärungen aus Physik und Chemie. Es ist zu vermuten, dass die Kombination aus mehreren Effekten und Gesetzmäßigkeiten sowas wie den Lauf über glühende Kohlen möglich macht.

Bereits in einem anderen Beitrag zum Leidenfrost-Effekt habe ich versucht zu schildern, was physikalisch eigentlich dahintersteckt.

Vorbereitungen zum Feuerlauf / Bild von Kristijan Kovacic auf Pixabay
Vorbereitungen zum Feuerlauf / Bild von Kristijan Kovacic auf Pixabay

Doch nun zur Theorie der geringen Wärmeleitfähigkeit

Generell gilt: Bei Wärmeaustauschprozessen (in unserem Fall also Kontakt von Fußsohle und Feuerglut) ist nicht nur die Temperatur entscheidend, sondern vielmehr die Wärmeleitfähigkeit und der Wärmegehalt eines Stoffes. Holzkohle hat bei hoher Temperatur eine relativ geringe Wärmeleitfähigkeit und einen niedrigen Wärmegehalt. Glühender Stahl, der gleiche Temperaturen aufweist, würde im Falle eines Kontaktes aufgrund der hohen Wärmeleitfähigkeit schwersteVerbrennungen verursachen.

Absatz

Die relativ geringe Wärmeleitfähigkeit von glühender Kohle ermöglicht einen Kontakt, sofern dieser von kurzer Dauer ist und nicht allzu oft wiederholt wird. Bezogen auf den Feuerlauf heißt dies, dass wenige Schritte mit einer Kontaktdauer von weniger als zwei Sekundenphysikalisch und physiologisch möglich sind. Diese2-Sekunden-Marke ist vermutlich eine physiologische Grenze, bis zu der das Körpergewebe den Kontakt unbeschadet überstehen kann.

Die Theorie der geringen Wärmeleitfähigkeit setzt sich folglich aus drei Faktoren zusammen:

  1. schlechte Wärmeleitfähigkeit von Kohle
  2. kurze Fuß-Kohle-Kontakte
  3. wenig Kontaktwiederholungen (Schritte)

Und wie bereits oben erwähnt, sind diese begünstigenden Faktoren zusammen mit den Vorteilen des Leidenfrost-Effekts sicherlich eine Teillösung bei dem Versuch dem Feuerlaufen auf die Schliche zu kommen.

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Tricks für Feuerspucker: eine Sammlung

In den vielen Jahren Feuerkunst habe ich einige Tricks kennengelernt und erlernt, sogar auch erfunden (siehe weiter unten). Auf dem Wikipedia-Artikel zum Thema bin ich über eine schöne Liste gestoßen, die verschiedene Tricks aufführt und erklärt.

Grund genug, dieser Liste einmal einen Beitrag zu widmen und hier vorzustellen. Ich habe mit allerdings die Freiheit genommen, die Tricks neu zu sortieren und zum Teil zusammenzufassen.


Standard-Tricks

1. Feuerball

Mit wenig Druck wird ein Flammenstoß ausgeführt, so dass die Flamme einem Ball ähnelt.

2. Feuerhusten

Zwei bis drei kleine Feuerstöße oder Feuerbälle, ohne neues Fluid in den Mund zu nehmen.

3. Feuerstoß

Es wird etwas Fluid knapp über die Fackel gespuckt, was einen breiten und mittelmäßig langen Feuerstrahl ergibt. Die Fackel wird dabei oft von unten in den Strahl geführt.


Varianten der Standard-Tricks

4. Drache

Waagerechter, lang anhaltender und breiter Feuerstrahl. Man spuckt weiter, obwohl der Strahl bereits brennt. (Also waagerechte Variante vom Feuerstrahl.)

5. Feuerstrahl

Unter hohem Druck wird ein dünner und langer Strahl von Fluidnebel erzeugt, der entzündet wird. (Ähnlich Feuerstoß, aber deutlich länger und höher.)

6. Flammenwolke

Ein feiner Nebel, ähnlich dem Feuerball, wird fast waagerecht mit sehr wenig Druck gespuckt. Für größere Wolken fängt man bei 45 Grad an und geht dann in die Waagerechte. Diese Fluidwolke entzündet man, nachdem alles gespuckt wurde, von unten und erhält einen in der Luft stehenden Feuerball. (Variante vom einfachen Feuerball.)

7. Springbrunnen

Ohne weiteres Fluid in den Mund zu nehmen, werden mehrere Feuerstrahlen erzeugt. (Intensiver als der Feuerhusten.)

8. Feuerbogen

Man spuckt von links nach rechts in einem hohen Bogen eine schöne Kurve. (Variante vom einfachen Feuerspucken.)
— Danke an Felix —

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Anspruchsvolle Tricks

9. Dead Man

Der Feuerspucker legt sich, den Mund gefüllt, mit dem Rücken auf den Boden und spuckt senkrecht in den Himmel.

10. Herz

Beim Spucken der Wolke einen Finger an die Lippen halten, es entstehen zwei Feuerbälle, die sich zu einem Herz vereinen. Möglichst dicke Fackel nehmen, sie verlischt sonst.

Ein Herz ganz ohne zusätzlichen Finger

11. feuerfonger

Breitbeinig hinstellen und den Oberkörper soweit vornüber beugen, bis man den Feuerball durch die Beine hindurch nach hinten spucken kann.

Kopfüber Feuerspucken ist imposant

12. Menschliche Fackel

Körperteile, meistens eine Hand oder auch beide, sind mit speziellem Material geschützt und werden entzündet. Diese Flammenquelle dient dann als Fackel.

Feuerhandschuhe als menschliche Fackel genutzt

13. Turm

Den Kopf in den Nacken legen und einen senkrechten Strahl in den Himmel spucken. (Die einfachere Variante vom „Dead Man“.)

14. Feuerblume

Mit schweren Lykofackeln dreht man sich schnell um die eigene Achse und nutzt die aufsteigende Flammenwolke, um einen Strahl Fluid zu zünden, den man senkrecht nach oben pustet.
— Danke an Felix —

Und hier gehts zum oben genannten Wikipedia-Artikel:

Feuerspucken auf Wikipedia

Hinweis:
Ich freue mich über Rückmeldungen, Korrekturen, Ergänzungen und weitere Tricks und Varianten. Nur zu, nutzt die Kommentarfunktion!

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Leidenfrosteffekt bei Feuerlauf und Feuerschlucken

Heute geht es um die Frage, warum solche Effekte wie Feuerlaufen oder Feuerschlucken überhaupt möglich sind. Tritt doch eine sehr heiße Flamme (Feuer!) direkt mit empfindlicher Haut in Kontakt.

Es gibt hier viele Erklärungsansätze, die sich meiner Meinung nach vermutlich ergänzen und überschneiden. Denn diese Effekte sind sicherlich nicht monokausalen Ursprungs.

Daher möchte ich heute mal den einen Blick auf den Leidenfrosteffekt richten. Dieser ist mir bei der intensiven Auseinandersetzung mit dem Feuerlaufen als eine mögliche Erklärungsvariante über den Weg gelaufen.

Der Leidenfrost-Effekt wurde bereits im 18. Jahrhundert von dem Physiker Johann Leidenfrost entdeckt. Er tritt auf, wenn eine Flüssigkeit einen Gegenstand berührt, dessen Temperatur über dem Siedepunkt der Flüssigkeit liegt. Um die Flüssigkeitströpfchen herum bildet sich eine Dampfschicht (Barriere mit geringer Wärmeleitfähigkeit), die sowohl die direkte Berührung von Körper und Flüssigkeit als auch das weitere Verdampfen der Flüssigkeit verhindert.

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Dieser Effekt kann veranschaulicht werden, indem man die Unterseite eines heißen Bügeleisens (oder eine Herdplatte?) mit feuchten Fingern berührt. Der Leidenfrost-Effekt ermöglicht einen kurzen Kontakt ohne Verbrennungsfolgen.

Ceranfeld (Herdplatte)

Weiterhin tritt der Effekt auf, wenn Wassertropfen auf eine heiße Herdplatte gelangen. Die Tropfen verdampfen nicht sofort, sondern „tanzen“ auf der Herdplatte. Dies ist ebenfalls auf die Dampfschicht zurückzuführen, die aufgrund der hohen Temperatur der Herdplatte entsteht.

Bezogen auf den Feuerlauf führt der Leidenfrost-Effekt dazu, dass sich Fußschweißtröpfchen mit einer Dampfschicht umgeben und den kurzzeitigen Fuß-Kohle-Kontakt ermöglichen.

Und auch beim Feuerschlucken bzw. Tricks, bei denen man die brennende Fackel mit der Zunge oder den Lippen berührt, greift Leidenfrosts Erklärungsansatz.

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Wie gefährlich ist Feuerspucken?

Ich habe mich einmal auf die Suche gemacht nach mehr Informationen zum Feuerspucken mit Pyrofluid vs. Lycopodium. Und siehe da, ich bin auf eine ältere Studie gestoßen.

Lycopodium
Lycopodium (Bärlappsporen)

Wir Feuerspucker kennen die Lage ja: Es gibt klare Verfechter, die auf Pyrofluids setzen, und natürlich solche, denen nur Bärlappsporen (Lycopodium) ins Haus bzw. in den Mund kommt.

Es ranken sich auch einige Mythen um beide Brennmittel. Man sagt, dass die Gefahr einer Lungenembolie bei der Verwendung von Fluids höher ist. Und dass das Verschlucken der Sporen sehr unangenehm, aber gesundheitlich vertretbarer ist. Es gibt viele Feuerspucken, die den Fluids die besseren Flammenbilder zusprechen.

Glücklicherweise bin ich nun auf eine etwas ältere Studie gestoßen, die die Gesundheitsgefährdung und Gesundheitsrisiken anhand einer Umfrage gegenübergestellt hat. Das Ergebnis ist – wie ich finde – echt interessant und spannend.

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Es zeigt sich zum Beispiel, dass die vordergründigen Beschwerden wie Husten usw. bei Lycopodium öfter vorkommen, bei Fluids es aber öfter zu hartnäckigeren Beschwerden wie Verbrennungen kommt.

Aber grundsätzlich kann man nicht oft genug betonen, dass Feuerspucken einfach gefährlich ist. Man kann zwar die Risiken minimieren, aber nie ausschalten. Und auch die Wahl des Brennmittels löst das Risikothema nie vollends auf.

Ich persönlich benutze immer Pyrofluid (und zwar das von Safex), da ich damit am besten zurecht komme. das ist aber rein subjektiv und meine persönliche Meinung. Mit Lycopodium bin ich nie gut klargekommen. Die erste Feuerspuckversuche habe ich allerdings mit ungereinigtem Baumarktpetroleum und später mit Lampenöl gemacht. Erstes war der helle Wahnsinn und ist wirklich nicht zu empfehlen. Lampenöl hingegen geht, schmeckt aber einfach nicht toll.

Und hier geht es zum Artikel:

Wie gefährlich ist Feuerspucken?
Betrachtungen aus der medizinisch-wissenschaftlichen Sicht und quantitative Umfrage in der Feuerspucker-Community
(Dr. Jana Zimmermann)

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Feuerschlucker Shade Flamewater

Vor ein paar Monaten bin bei einer intensiven Recherche ich über Shade Flamewater gestolpert. Und kann nur sagen: Ich bin begeistert.

Shade Flamewater kommt aus Australien, ist Mitbegründer des Flamewater Circus und betreibt Feuerschlucken auf einem Niveau, das einen schwindelig werden lässt.

Aber seht selbst:

Shade Flamewater – Feuerschlucken auf hohem Niveau

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Und hier gehts zum Flamewater Circus:

FLAMEWATER CIRCUS
Circus, Magic & Fire Performers

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